Analog

Analoges Arri Kamerasystem „Arriflex 300“ im Technikarchiv der Deutschen Kinemathek Berlin. Wegen ihres Gewichts ist die Kamera auf einem Stativ montiert.
Öffnen des Kameragehäuses offenbart die Filmrollen und die eigentliche Filmkamera, eine kleine Handkamera. Das Gehäuse ist nur für den Lärmschutz da und um die vergrößerten Filmrollen zu halten.

Vor dem digitalen Zeitalter gab es einige etablierte Animationsverfahren für den Verbrauchermarkt, die komplett ohne Computer auskamen. Diese waren nach unserem heutigen Verständnis natürlich sehr aufwändig, aber sie boten die besten Möglichkeiten ihrer Zeit.

Viele der damaligen Produktionen wurden auf Fotofilm angefertigt und auf Rollen von Projektoren abgespielt, die diese Bilder in regelmäßigen Abständen durchleuchtet haben. Solche Verfahren beinhalteten beispielsweise die Cel-Animation von Disney, die Rotoskopie von Max Fleischer, die Stop-Motion Animation mit Legetechniken, Modellen oder Knete.

Aber auch heute sind analoge Techniken längst nicht überholt. Die für Hollywood-Produktionen verwendeten IMAX-Kameras setzen noch immer auf einen extrem großformatigen (über 70mm) Analogfilm, der für die Postproduktion digitalisiert wird. Der Analogfilm hat den Vorteil, dass er durch das Belichtungsverfahren mit sehr hoher Genauigkeit vergrößert und reproduziert werden kann und damit für ein sehr scharfes Bild sorgt.

Viele Regisseure sind auch der Auffassung, dass analoge Verfahren für Farbwiedergabe und Lichtatmosphäre im Film für ein ganz besonderes Gefühl sorgen, das sich digital nicht rekreieren lässt.