Animation

Zoetrop mit Bildlauf im Technikarchiv der Deutschen Kinemathek Berlin. Durch drehen der runden Trommel wechselten sich ruckartig die Bilder, die man in den eckigen Spiegeln im Zentrum sehen konnte. Es entstand der Eindruck, das Bild würde sich bewegen.

Der Begriff „Animation“ lässt sich vom lateinischen Wort „Animus“ (Herz, Seele) oder dem entsprechenden Verb „animare“ (bestreben,
beleben) herleiten.

Es bezeichnet die Kunst, innerhalb eines visuellen Rahmens unbelebten Objekten, Modellen oder Figuren den Anschein zu verleihen, zum Leben zu erwachen und eigenständig zu handeln. Als erste Animation (in unserem
heutigen Verständnis von eben diesem Begriff) wird vielerorts der Kurzfilm „Humorous Phases of Funny Faces“ von James Stuart Blackton aus dem Jahr 1906 genannt, bei einer weiter gefassten Auslegung des Begriffes ist sie jedoch um einiges älter.

Blacktons Film entstand auf der technischen Grundlage des Bildlaufes, einem Gerät, bei dem auf einem Band aufgereihte Abbildungen eines Bewegungsablaufes schnell nacheinander durchleuchtet und auf eine Fläche projiziert wurden (s. Bildrate), sodass die Illusion von
Bewegung entstand.

„Animiert“ im allgemeinen Sinne wurde aber bereits mit dem Puppenspiel in Europa mit frühesten Aufzeichnungen aus dem Jahr 1160 und Nennungen, die bis in die frühe Antike zurückgehen, oder dem traditionellen chinesischen Schattenspiel, welches um das Jahr 1500 durch das osmanische Reich Einzug in Europa fand
(s. Echtzeitanimation).