Bildrate

Ausschnitt aus einer Installation der Ausstellung „Pixar: 30 Years of Animation“ in Výstaviště Praha Holešovice. Alle 2520 Frames des 1986er Animations-Kurzfilm „Luxor Jr.“

Die Bildrate, auch FPS für „Frames per Second“ („Standbilder pro Sekunde“) genannt, bezeichnet die Menge an Einzelbildern, die eine Bewegung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes wiedergeben.

Als Videos aus Einzelbildern auf analogen Filmrollen nacheinander abgespielt wurden, hatte die Bildrate direkten Einfluss auf die Geschwindigkeit des Filmes und die Flüssigkeit der Bewegung. Geringe Bildraten wirken auf das menschliche Auge ruckelig und unzusammenhängend, zu hohe Bildraten können irritierend wirken, weil bei schnelleren Bewegungen eine natürliche Unschärfe fehlt (siehe Noise), die uns hilft, das Geschehene isoliert wahrzunehmen. Im Kino hat sich darum das 24 FPS-Format etabliert, denn es kommt der Art, wie wir Menschen sehen, am nächsten.

Da das menschliche Gehirn aber in der Lage ist, schon geringere Bildraten zu einer Abbildung von Bewegung zu deuten, kommt es in der Animation vor, dass bei weniger wichtigen Szenen nur die Hälfte oder ein Viertel der Standbilder tatsächlich verändert werden.

Alle anderen kommen doppelt oder vierfach vor. Dazu sagt man dann auf „Zweien“ oder „Vieren“ zu animieren. Wichtig ist aber dabei zu unterscheiden, dass diese Technik keine geringere Bildrate verwendet, sondern die selben Standbilder mehrmals zeigt.

So können bei Szenen, die besonders aufwändige Bewegungen zeigen, noch die restlichen Zwischenframes verwendet werden, und man spart Produktionsaufwand. Bei der Cel-Animation können solche Tricks verwendet werden, um einem relativ bewegungslosen Charakter beispielsweise eine angeregte Mimik zu ermöglichen, ohne die komplette Figur mehrfach nachzeichnen zu müssen. Im digitalen Zeitalter können Standbilder in bestimmten Dateiformaten sogar komplett ausgelassen werden, um Speicherplatz zu sparen.