Cel

Multiplan-Kamerasystem im Technikarchiv der Deutschen Kinemathek Berlin. Die Bildkomposition wurde auf der Platte zusammengestellt und von oben mit einer Trick-Kamera (Hier abmontiert im Vordergrund) abfotografiert.

Das Kürzel „Cel“ lässt sich vom Wort „Celluloid“ ableiten und bezeichnet eben jene Animationstechnik, mit der viele Trickfilmklassiker produziert wurden, unter anderem „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“ von Disney oder die Trickeinspieler aus der „Sendung mit der Maus“ des Westdeutschen Rundfunk. Sie galt lange Zeit als eine der bewährtesten Methoden der industriellen Animation, weil sie die Möglichkeit bot, bewegliche und gering- oder unbewegliche Bildinhalte voneinander zu trennen und damit zum Beispiel detailreiche Hintergünde und Bildebenen zu ermöglichen.

Um das zu erreichen wurden die unbeweglichen Motive als aufwändige Zeichnungen angelegt und die beweglichen Teile des Bildes auf transparenten Celluloidfolien darübergelegt und dem Bildablauf entsprechend ausgetauscht. In der Regel wurde dabei die Vorderseite mit den Konturen versehen und die Farbflächen oder Schattierungen auf die Rückseite aufgetragen, was den weitverbreiteten „Zeichentrick-Look“ mit schwarzen Außenlinien und eingefärbten Innenflächen erzeugte. Die komplette Bildkomposition wurde dann von oben durch mehrere transparente Platten hindurch fotografiert und die Folien nach Bedarf ausgetauscht.