Einstellung

Als Einstellungen bezeichnet man die Position der Kamera im Verhältnis zum Filmgeschehen zwischen zwei Schnitten. Einstellungen können nah oder entfernt, still oder bewegt und ruhig oder schnell sein. Ob man eine Nahaufnahme eines Gesichtes oder einen besonderen Blickwinkel wählt, kann starken Einfluss auf die Wirkung einer Szene haben.
Im Englischen werden diese als „Shot“ (Schuss, wie ein „Foto schießen“) bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Einstellungsgrößen und nimmt dafür in der Regel den menschlichen Körper mit dem Gesicht im Fokus als Maßstab.

Bei einem „Long Shot“ oder einer „Totale“ ist zum Beispiel ein kompletter Handlungsraum abgebildet, der zeigt, wo sich unsere Handlung abspielt und das Umfeld der Szene klärt. Menschen können darin verschwindend klein aussehen oder sind zumindest von Kopf bis Fuß erkennbar.

Ein „Medium Shot“ oder eine „Halbnahe“ dagegen schneiden bereits Teile des Unterkörpers etwa unterhalb der Hüfte ab. Die „Amerikanische“ Einstellung kommt aus der Western-Zeit und zeigt den Körper bis zu den Knien, damit der Colt noch zu sehen ist.

Ein „Close Up“, eine „Detail-“ oder „Großaufnahme“ zeigt dann nur noch den Oberkörper ab den Schultern, in Extremfällen auch nur Ausschnitte des Gesichtes („Italienisch“).

Bewegt sich die Kamera innerhalb einer Einstellung, unterscheidet man statische Kamerabewegungen, bei denen nur der Blickwinkel verändert wird und die Kamera sich in der Regel auf einem Stativ befindet, und dynamische Einstellungen, wie Kamerafahrten, bei denen die Kamera selbst ihre Position ändert und ein Kamerakran, tragbares Stativ oder ein Kamerawagen („Dolly“) benötigt wird. Statische Einstellungen sind unter anderem horizontale Schwenks („Pans“, wie „Panorama“), vertikale Neigung („Tilts“), sowie das Zoomen mit dem Objektiv.