Humanoid

Plastisch geformter Kopf einer Richterfigur aus „Das Getriebe im Sand“, Valentin Felder

Menschliche Figuren werden als „Humanoid“ bezeichnet. Nichtmenschliche Charaktere wie Tiere oder Objekte, die menschliche Charakteristika aufweisen, nennt man anthropomorph, also „vermenschlicht“.

In Stop-Motion-Produktionen werden manchmal sogenannte „Gliederpuppen“ aus Draht oder Holz verwendet, die frei bewegliche Gliedmaßen haben und stabil genug sind, um bei häufiger Verformung und Umpositionierung ihre Form und Körperhaltung beizubehalten. Diese Puppen können mit Knetmasse, Stoff oder anderen Materialien überzogen und verziert werden, um das gewünschte Aussehen zu erhalten. Dafür werden natürlich dem Set ensprechende Größen benötigt.

Es gibt ein psychologisches Phänomen, das menschenähnliche, aber noch nicht komplett realistische Menschennachbildungen unerwartet gruselig aussehen lässt, den sogenannten „Uncanny Valley Effekt“: Je menschlicher etwas aussieht, desto niedlicher finden wir es, wenn es aber zu menschlich aussieht, ohne komplett menschlich zu sein, wirkt es verstörend oder merkwürdig. Darum sollte man bei der Anfertigung von Puppen manchmal einen gewissen Grad von Abstraktion in Betracht ziehen, damit die Figuren auch so wirken, wie sie es sollen.