Noise

Noise ist ein vieldeutiger Begriff, der aus dem Englischen kommt und mit „Geräusch“ oder „Rauschen“ übersetzt wird. Rauschen bezeichnet im Bereich des Filmes zum einen das Bildrauschen, also das fast unmerkliche plötzliche ändern von Farb- und Helligkeitsnuancen auf dem Bild, dass als „Filmkorn“ bei der Entwicklung von Analogfilm oder als Digitalrauschen bei Bildsensoren von Digitalkameras entsteht (s. ISO), zum anderen aber auch eine natürliche Verunreinigung von Bildinhalten, entweder aus Gründen der Authentizität oder zur Stilisierung von Bildinhalten.

Noise ist wichtig für die Natürlichkeit einer Szene und im Kontext der Animation, in der man die Bildinhalte selbst generiert, kann eine natürliche Verunreinigung des Bildes den Film abrunden. Im Realfilm beginnen Bewegungen ab einer gewissen Geschwindigkeit zu verwischen. In einer Animation, in der man aber nur Standbilder aufnimmt, kann es dazu aber gar nicht erst kommen, weil alle Aufnahmen statisch sind.

Das Fehlen von Bewegungsunschärfe kann Bildinhalte verwirrend und unübersichtlich wirken lassen oder teilweise sogar körperliches Unwohlsein erregen (s. Bildrate), weswegen sie zum Beispiel bei Sportevents, bei denen häufig Hochgeschwindigkeitskameras mit extrem hoher Bildrate verwendet werden (falls man eine Zeitlupenaufnahme eines Glanzmomentes zeigen will), die Bewegungsunschärfe künstlich im Nachhinein wieder eingefügt wird.

Gleiches gilt auch für die Geräuschkulisse: Komplette Stille findet sich an den wenigsten Orten. Überall rauscht Wind vor den Fenstern oder Leuchtstoffröhren summen. Manchmal lohnt es sich also, die Frage zu stellen, wie eine Szene wohl wirkte, würde sie sich direkt vor
einem abspielen.