Postproduktion

Filmkopiergerät im Technikarchiv der Deutschen Kinemathek Berlin. Die Negative wurden in eine passende Vorrichtung direkt unter dem Objektiv eingelegt und von unten durchleuchtet. Die Linse war so eingestellt, dass das Motiv auf diese Art direkt auf die Filmrolle in der Kamera projiziert wurde. Durch Veränderung des Fokusbereiches konnten auch Spezialeffekte wie Bild-Im-Bild-Darstellungen oder künstliche Kamerafahrten erreicht werden.

Als Postproduktion (aus dem lateinischen „post“ = „nach“) bezeichnet man den Teil der Filmproduktion, bei dem das gesamte benötigte Material gefilmt wurden, und welches nun geschnitten und bearbeitet wird.
Je nach Art des Filmes kann dieser Prozess sehr unterschiedlich ablaufen: Analogfilm muss an einem speziellen Schneidetisch gekürzt und verarbeitet werden, bei dem tatsächlich die Filmbänder durchschnitten wurden – daher auch der Begriff „den Film schneiden“.
Heutzutage läuft dieser Arbeitsschritt in der Regel digital ab, weil es so an Kosten und Material spart und der Spielraum für Fehler größer ist, weil Arbeitsschritte in einer Bearbeitungssoftware rückgängig gemacht werden können.

Angleichung von Stil und Aussehen einzelner Szenen oder Fehlerkorrektur und Videobearbeitung gehören auch zur Postproduktion. Bei Stop-Motion-Produktionen muss häufig noch ein Teil der Effekte in der Nachbearbeitung eingefügt werden, wie bewegliche Lichtquellen oder das Entfernen von Halterungsgerüsten von Objekten, die im Film schweben sollen oder zumindest nicht während des Drehs den Boden berühren konnten, wie beim Fallen oder Springen.

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