Psychologie

Durch das Gegenlicht entsteht ein Lichtkranz um die Frisur, der das Motiv vom Hintergrund abhebt.

Psychologische Effekte und Wirkungen im Film sind zahlreich und umfassend dokumentiert, von daher würde es den Rahmen sprengen, hier auf sie alle eingehen zu wollen. Einige ausgewählte sollen aber doch vorgestellt werden, da sie vor allem in Hinblick auf Trickfilme besonders nennenswert sind.

Der „Willing Suspension of Disbelief“-Effekt („Willentliche Ablegung des Zweifels“) bezeichnet die Neigung eines Zuschauers, sich gewisser realistischer Ungereimtheiten zwar eventuell bewusst zu sein, diese aber nicht zu hinterfragen aufgrund des Wunsches, die Erfahrung genießen zu wollen. Die Aufrechterhaltung der Illusion, und damit der Unterhaltung, hat Vorrang vor dem ständigen Hinterfragen des Geschehens.

Das Figur-Grund-Verhältnis ist ein Begriff aus der Gestaltpsychologie, der besagt dass sich die darzustellende Figur in irgendeiner Form sichtbar von ihrem Hintergrund unterscheiden sollte, um Klarheit über die Bildaufteilung zu schaffen. Das kann durch eine einfache Linienführung geschehen, aber auch durch Kontrast, Belichtung, Bildfokus oder Farbton.

Der Zuschauer neigt dazu, seine eigene Gefühlswelt auf die des Protagonisten zu übertragen, sodass der dargestellte Charakter als Identifikationsfigur und Projektionsfläche fungiert. In manchen Figurenkonstellationen oder Charakterarchetypen, wie zum Beispiel des Antihelden, der durch besonders unheroisches Handeln auffällt und dessen moralische Werte sich bisweilen stark vom Zuschauer unterscheiden, kann die Immersion oder zumindest die Empathie für den Charakter stark in Mitleidenschaft gezogen werden.