Ton

Motorisierte Tonangel mit Kondensatormikrofon im Technikarchiv der Deutschen Kinemathek. Die Angel hat auf der Abbildung etwa eine Höhe von drei Metern, kann aber noch weiter ausgefahren werden.

Ein Film besteht in der Regel aus einem Bewegtbild (Video) und dem dazugehörigen Ton (Audio). Da Trickfilme künstlich Bilder erzeugen, haben sie keinen eigenen Ton. Der wird bei großen Filmproduktionen im Nachhinein von Foley-Artists, sogenannten Geräuschemachern, aufgenommen. Aber sowohl im Realfilm als auch in der Animation gibt es bestimmte Dinge, auf die man bei der Tonaufnahme achten sollte.

Es gibt unterschiedliche Arten von Mikrofonen, die ganz eigene Vor- und Nachteile haben. Wie groß der Bereich ist, in dem sie Schall am besten aufnehmen, und welche Form er hat, bezeichnet man als Richtcharakteristik, also wie man das Mikrofon ausrichten muss, um Geräusche mit guter Qualität aufzunehmen.

Bei Konzerten werden in der Regel dynamische Mikrofone verwendet. Sie sind sehr robust und benötigen keine eigene Stromversorgung, haben aber häufig nicht die beste Qualität. Sie nehmen ein kegelförmiges Feld an ihrem Ende besonders gut auf, alles andere klingt nur sehr leise.

Kondensatormikrofon mit Shockmount. Die „Mikrofonspinne“ soll Geräusche abfangen, die durch das Bewegen der Angel verursacht werden.

In Studios verwendet man dagegen eher Kondensatormikrofone, die zwar eine eigene Stromversorgung benötigen, dafür aber um einiges empfindlicher sind und feinere Schallnuancen aufnehmen. Natürlich eignen sie sich darum gut für die Aufnahme von Sprache, leisen Instrumenten oder Geräuschen, ein Schlagzeug dagegen wird vermutlich eher mit dynamischen Mikrofonen aufgenommen. Kondensatormikrofone kommen in sehr unterschiedlichen Formen mit den unterschiedlichsten Richtcharakteristiken, hier sind einige Beispiele:

Raummikrofone nehmen einen besonders großen Bereich rund um das Mikrofon auf. Sie werden häufig für Umgebungsgeräusche in Innenräumen verwendet, zum Beispiel wenn das Ambiente eines Restaurants mit vielen klimpernden Gläsern und Geschirr gebraucht wird.

Richtmikrofon

Richtmikrofone dagegen nehmen nur einen extrem engen Kegel direkt vor ihnen auf, und sind darum sehr gut geeignet, besonders isolierte Geräusche in Außenräumen aufzunehmen. Sie sind häufig sehr länglich im Vergleich zu anderen Mikrofonen und sind aufgrund ihrer Empfindlichkeit sehr anfällig für Störungen und müssen noch immer verhältnismäßig nah an der Tonquelle sein.

Muss man nur einen Audiokommentar vor der Kamera einsprechen, wie zum Beispiel bei einer Moderation, eignet sich manchmal ein Lavaliermikrofon am besten. Sie sind sehr klein und können gut am Kragen oder hinter dem Ohr angebracht werden. Da sie auch nur einen kleinen Bereich um sich herum aufnehmen, können sie dezent Sprache aufzeichnen, sodass man noch beide Hände frei hat, sie sind allerdings sehr störanfällig und haben nur eine begrenzte Funkreichweite.