Trickfilm

Nachbau eines Stop-Motion-Sets für eine Mammuth-Szene im Trickfilm „Reise in die Urzeit“
im Karel Zeman Museum, Prag

Als Trickfilm bezeichnet man alle filmischen Arbeiten, die mithilfe einer Tricktechnik erstellt wurden. In der Regel bezieht sich der Begriff dabei auf Filme, die vollständig oder zum größten Teil aus Tricktechnik aufgebaut sind, sodass Spezialeffekte wie der Stop-Motion-Animierte erste King-Kong aus dem Jahr 1933 nicht in diese Kategorie fallen.

Als ersten vollständigen Trickfilm wird weitgehend J. Start Blacktons „Humorous Phases of Funny Faces“ aufgeführt: Der Film von 1906 zeigt eine Mischung aus Stop-Motion und Zeichentrick, bei denen Blackton mit Kreide Figuren auf eine Tafel malt und diese sich selbstständig zu bewegen beginnen. Ein Jahr später entstand der Film „The Haunted Hotel“, welcher zu diesen Techniken auch noch den Legetrick und Realfilm in die Produktion einbezog.

Heutzutage kann man Animation grob in drei Kategorien unterteilen: Die Echtzeitanimation, Ganzbildanimation und die Schlüsselbildanimation (s. Keyframe). Aber auch in Filmen, die nicht direkt Animationsfilme sind, kann man Tricktechnik finden. Zum Beispiel das Einspielen von Gestik und Mimik durch Schauspieler mit einem Motion-Capture-Verfahren, bei denen die Bewegungen von Computern erfasst und dann auf ein animiertes 3D-Modell übertragen werden, um Effekte, die nicht mit Kostümen erreicht werden können, realistisch darzustellen.